Sonnenplätze für Biosphärengemeinden

Die Saar-Pfalz-Garage, das Mercedes-Benz Autohaus in der Biosphärenregion, unterstützt den Klimaschutz mit der Produktion von Photovoltaik-Strom.

Sämtliche Kommunen der Biosphäre Bliesgau landen in der aktuellen Landeswertung der Solarbundesliga auf vorderen Plätzen. Platz 1 geht dabei an die Gemeinde Mandelbachtal, gefolgt von Gersheim, Blieskastel und Kirkel. Auch Kleinblittersdorf und St. Ingbert auf den Plätzen sieben und acht der Landeswertung liegen gut im Rennen. (Veröffentlicht am 11.07.2014 in der Saarbrücker Zeitung)

St Ingbert/Bliestal. Mit der solaren Landesmeisterschaft, die das saarländische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr in Anlehnung an die bundesweite Solarbundesliga durchführt, geht es darum, die saarländischen Kommunen mit dem höchsten Bestand an Photovoltaikanlagen und Solarkollektoren auszuzeichnen und auch für die Zukunft zu motivieren. Für Solarstrom gibt es einen Sonnenpunkt je Watt, die Fläche der Solarwärmeanlagen wird in Leistung umgerechnet. Dabei wird von 700 Watt Leistung je Quadratmeter ausgegangen.


Anfang 2014, so der im St. Ingberter Rathaus arbeitende Klimaschutzmanager Hans-Henning Krämer, waren in der Biosphäre mindestens 17 000 Quadratmeter Solarkollektoren installiert, die aus Mitteln des Bundes oder des Landes gefördert wurden. Ferner über 44 000 Kilowatt Photovoltaikanlagen, mit denen sich rein rechnerisch über 12 500 Haushalte – also etwa ein Drittel aller Haushalte der Biosphäre Bliesgau – komplett mit Solarstrom versorgen ließen. „Die Auswertung des Wettbewerbs zeigt“, so Verbandsvorsteher Alexander Rubeck, „dass die Biosphäre Bliesgau, die Mitgliedskommunen sowie die Bevölkerung bereits in der Vergangenheit nicht untätig im Bereich des Klimaschutzes waren“. Für die Zukunft sieht auch das mit dem Masterplan 100-Prozent-Klimaschutz beauftragte Institut für Zukunftsenergiesysteme die Potenziale der Solarenergie noch keineswegs ausgeschöpft. Die Solarstromleistung ließe sich bis 2050 verfünffachen, mit Solarthermie ließe sich statt heute etwa 5 sogar 125 Millionen Kilowattstunden Wärme produzieren. Hierzu bedürfe es weiterhin Anreizen von Seiten der Bundes- und Landesregierung.